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L'âge bleu Rosenpark

03.04.2007, die ersten Rosen sind gepflanzt /Foto:A.W.
Ob ich sie wohl noch einmal umpflanzen muss? /Foto:A.W.
Die Pappe muss sorgfältig verlegt werden, soll sie doch das Unkraut unterdrücken /Foto:A.W.
Die Pappe wird mit Holzschnitzel abgedeckt, fleißige Hände helfen dabei /Foto:A.W.
27.10.2007, Rose, Sträucher und Stauden sind gepflanzt /Foto:A.W.

Die engagierte Rosensammlerin Raphaela Langenberg (Gründerin von Lost Beauties) hatte damals eine Vision: ein richtiger Rosenpark sollte entstehen, mit einem Wildrosenlehrpfad und viel Platz für seltene, historische Kostbarkeiten und Fundrosen.

Der Anfang wurde im Frühling 2007 durch die Pflanzung von zwei Reihen Wildrosen gemacht, die nach Herkunft und botanischer Verwandtschaft angeordnet das Grundgerüst für den späteren Wildrosenlehrpfad ergeben. Diese Pflanzen und eine Reihe unbenannter Polyanthas wurden im Winter 2006/07 von einem Baugelände gerettet.
Zwischen die Wildrosen kommen einheimische und Duftsträucher, damit möglichst schnell ein Windschutz für die zarteren Kulturrosen im späteren Parkinneren entsteht.

Im Herbst wurden auf dem 8000 m2 großen Gelände vor den Toren von Labenz dann die beiden anderen äußeren Seiten und die ersten Beete im Inneren angelegt, bzw. vorbereitet. Auch viele Zwiebelpflanzen, Kräuter und Stauden wurden schon gepflanzt.

Schon jetzt gibt es in dem kleinen Dorf im Herzogtum Lauenburg fast so viele Rosensorten wie Einwohner: Um die tausend. Jeden Sommer pilgern mindestens 3000 bis 5000 Rosenliebhaber nach Labenz, um am Tag der offenen Rosengärten die Privatsammlungen und öffentlichen Rosenpflanzungen der Labenzer Sammler zu bewundern.
Doch die Gärten und die bisherigen Pflanzflächen im öffentlichen Grün sind voll, es fehlt der Platz für weitere vom Aussterben bedrohte Rosenschätze. Den soll es demnächst im Rosenpark geben: Auf unverbrauchtem Boden können seltene Remontant Rosen ihre volle Schönheit zeigen und vom Aussterben bedrohte Bourbon Rosen ein Refugium finden. Im windgeschützten Innenbereich können später Tee Rosen und Tee Hybriden bewundert werden von denen nur noch Einzelexemplare existieren. 

Das Konzept für den Rosenpark hat mehrere Besonderheiten:
Die Rosen werden nach botanischen Verwandtschaften angeordnet so dass die Besucher sich Schritt für Schritt über die Abstammung der heutigen Kultursorten informieren können.
Die gesamte Planung unterliegt einem Farbkonzept das getrennte Farbbereiche vorsieht. Grelle Farbkontraste werden in unserem Rosenpark nicht zu sehen sein. Die Rosen werden mit farblich passenden Kräutern und Stauden unterpflanzt. Dadurch bleiben sie gesund und die Besucher bekommen Anregungen für geeignete Rosenbegleitpflanzungen.

Alle Pflanzen werden biologisch gepflegt und gedüngt, Spritzmittel und Mineraldünger wird es im Rosenpark nicht geben.

Durch die Lage des Rosenparks kurz vor dem Ortseingang haben die Besucher die Möglichkeit im Labenzer Antik Café vor oder nach dem Rosenparkbesuch etwas zu essen und zu trinken: Schon jetzt sind Brunch und Scones, Torten und Atmosphäre des Antik Cafés legendär. Der Rosenpark wird seine Öffnungszeiten (Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr) nach denen des Antik Cafés ausrichten, um diesen Infrastrukturvorteil zu nutzen. Auf Anfrage wird es auch außerhalb der Öffnungszeiten Führungen für z.B. Reisegruppen geben. Auch das Antik-Café wird sich im Hinblick auf Besuchergruppen außerhalb der Öffnungszeiten flexibel verhalten.

Gleich am Ortseingang liegt der Landgasthof Witten. Besucher die für mehrere Tage anreisen können dort in freundlichen Gastzimmern übernachten. In der Gartenforenszene ist der Landgasthof schon als "Labenz-Hilton"bekannt. Aber auch Hotels und Pensionen der weiteren Umgebung sind bei größeren Veranstaltungen schon jetzt öfter ausgebucht.

Einige Gartenbesucher verbringen ihren ganzen Urlaub heute schon in der Region. Laut Frau Dr. Glatzel von der Münchner Firma Futour ist der Bereich Gartentourismus der größte Wachstumsfaktor in der Tourismusbranche: Gartentouristen sind überdurchschnittlich interessiert, überdurchschnittlich gebildet und verfügen über ein überdurchschnittliches Einkommen.
Die Zahl der Übernachtungs- und Feriengäste ließe sich in der Region durch eine stärkere Einbeziehung von und Vernetzung mit gartenrelevanten Zielen und Projekten erheblich steigern. 

Die Labenzer Rosensaison wird in Zukunft wesentlich verlängert: Ab Mitte Mai blühen schon die Wildrosen, im Juni und Juli folgt dann die erste Hochblüte der Kultursorten und im Herbst gibt es viele unterschiedliche Hagebutten zu sehen.
Auch die Anzahl der Rosen-Events wird sich vergrößern. Nicht nur der Tag der offenen Rosengärten und der Rosenmarkt im Frühling und Herbst werden zusätzliche Besucher anziehen sondern auch die Seminare die es im Rosenpark regelmäßig geben wird.
Jährlich im Herbst werden z.B. die vielfältigen Formen und Verwendungsmöglichkeiten von Hagebutten Seminarthema sein: Sie eignen sich nicht nur zur Identifizierung der Rosen sondern auch für eigene Aussaatexperimente und für die biologische Küche. Ein weiteres kulinarisches und Gesundheitsthema ist der "Labenzer Rosenhonig" der in Kooperation mit Imkern und deren Bienen auf dem Rosenpark-Gelände produziert werden soll.
Wir möchten durch die zeitliche Verteilung unserer Veranstaltungen von April bis November die Besuchersituation entzerren und so für einen ganzjährigen, gleichmäßigen Zustrom einer besonders interessanten und interessierten Besuchergruppe sorgen. Durch Kooperation und Vernetzung mit anderen Projekten und tourismusrelevanten Zielen lässt sich das regionale Potential für einen sanften Tourismus mit ökologischer und kultureller Ausrichtung erheblich erweitern.

Der Rosenpark ist eine Zeitreise durch die Entwicklungsgeschichte der Rosen, ein Kaleidoskop ihrer unterschiedlichen Arten von Anmut und urwüchsiger Schönheit und eine perfekte Verbindung von Natur und Kultur.  

ÖFFNUNGSZEITEN:  Mai - September / Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr
KONTAKT:   0 45 36 -619  Raphaela Langenberg
 

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